Eincremen will gelernt sein!
Der Lichtschutzfaktor (LSF) einer Sonnenschutzcreme wird bei einer Auftragstärke von 2mg/cm2 bestimmt. Die meisten Verbraucher tragen aber viel weniger auf – nämlich 0,5-1,5mg/cm2. Dann ist der Lichtschutz aber deutlich niedriger als auf der Packung angegeben. Zwei Mediziner haben nun eine einfache Regel fürs Eincremen vorgestellt.
Die in der Dermatologie und bei Brandverletzungen gebräuchliche Neuner-Regel teilt die Körperoberfläche Erwachsener in elf Regionen ein, die jeweils ca. 9% der Gesamtfläche bilden.
| Kopf und Hals | 9% | Kopf | 9% |
| Oberkörper vorn | 9% | Rumpf | 36% |
| Oberkörper hinten | 9% | ||
| Unterkörper vorn | 9% | ||
| Unterkörper hinten | 9% | ||
| rechter Arm | 9% | Arme | 18% |
| linker Arm | 9% | ||
| rechter Oberschenkel | 9% | Beine | 36% |
| linker Oberschenkel | 9% | ||
| rechter Unterschenkel | 9% | ||
| linker Unterschenkel | 9% |
Die Autoren empfehlen, auf jede Region "zwei Finger voll" Sonnencreme aufzutragen. Ein Strang Creme aus der Tube muss dabei vom Grundgelenk bis zur Fingerspitze reichen -empfohlen wird, Zeige- und Mittelfinger zu benutzen. Trägt man pro Körperregion so viel Sonnencreme auf, dann erreicht man den Lichtschutz, der auf der Packung angegeben wird. Dies entspricht etwa 25 ml für den gesamten Körper. Pro Woche verbraucht eine Person entsprechend ca. eine Packung Sonnenschutzmittel.
Die meisten Verbraucher wollen die Creme allerdings nicht so dick auftragen, sondern neigen dazu, die Menge zu halbieren. Die Autoren empfehlen in diesen Fällen, nur einen Finger voll Sonnencreme pro Körperregion zu verwenden - dann muss man sich aber bewusst sein, dass der Lichtschutz auch halbiert wird. Innerhalb einer halben Stunde sollte dann am besten nochmals "ein Finger voll Creme" aufgetragen werden.
