Gicht
Der Gicht liegt eine Störung des Harnsäure-Stoffwechsels zugrunde.
Steigt der Harnsäurespiegel im Blut zu hoch an, bilden sich Harnsäurekristalle, die in den verschiedensten Organen des Körpers abgelagert werden und Schäden hervor rufen können.
Meist tritt die Erkrankung plötzlich mit einer schmerzhaften Entzündung einzelner Gelenke, weitaus am häufigsten mit einer Entzündung des Großzehengrundgelenks auf. Es können aber auch andere Gelenke, wie z.B. das Knie, Hand-, Fingergelenke oder Sprunggelenk betroffen sein. Treten des öfteren Anfälle an einem Gelenk auf, wird sich eine Zerstörung des Gelenks einstellen.
Auch im Bindegewebe unter der Haut können Harnsäureablagerungen als Knötchen in Erscheinung treten.
In der Niere führen solche Ablagerungen zu einem dauerhaften Schaden, der zu Bluthochdruck führen kann.
Außerdem kann durch die Ablagerung in den Gefäßwänden eine Arteriosklerose mit all ihren Folgen z.B. einem Herzinfarkt resultieren.
Ist der Harnsäuregehalt im Harn zu hoch, kann es zu Ausfällungen kommen. die sich dann als Nierensteine bemerkbar machen. Bleiben diese in den Harnwegen hängen, sind Nierenkoliken die Folge.
Risikofaktoren
- genetische Veranlagung (Gicht tritt familiär gehäuft auf)
- eingeschränkte Nierenfunktion (da Harnsäure über die Nieren ausgeschieden wird)
- Einnahme bestimmter Medikamente: Thiazide, Schleifendiuretika, niedrig dosierte Salizylate, Ciclosporin, Niacin
- Alkoholkonsum
- Adipositas
- exzessive Diäten
- Männer sind häufiger betroffen als Frauen
