Hepatitisrisiko Auch in vielen beliebten Reiseländern ist das Risiko einer Hepatitis A Infektion erhöht.
Rund 6 Millionen Deutsche reisen jährlich nach Ägypten, Tunesien und in die Türkei -Hochrisikogebiete für Hepatitis A und B. Wer plant, seinen Urlaub in diesen Ländern zu verbringen, sollte durch Impfungen geschützt sein.
Während bei Fernreisen die Impfdisziplin inzwischen relativ gut ist, wird bei näher liegenden Reisezielen ein adäquater Impfschutz oft vernachlässigt. Eine Umfrage bei Urlaubern ins außereuropäische Ausland (ohne Türkei) hat der Ärzte-Zeitung zufolge ergeben, dass 75 % der Reisenden gegen Hepatitis A geimpft waren. Bei Türkei-Touristen seien es dagegen nur 25 % gewesen. Dabei gehört gerade die Türkei zu den Mittelmeerländern, für die nach wie vor ein beträchtliches Infektionsrisiko besteht, ebenso für Ägypten, Tunesien und Marokko. Da Urlaubsrückkehrer, auch wenn sie selbst nicht erkrankt sind, das Virus tragen und weitergeben können, ist es ratsam, vor der Reise für ausreichenden Impfschutz zu sorgen.
Empfehlenswert ist die HepatitisA-Impfung auch für alle, die in Griechenland, Portugal, Süditalien oder auch in Rumänien Urlaub machen. Hier ist das Infektionsrisiko nicht extrem hoch, aber doch höher als in Deutschland. In Kroatien, Frankreich, Norditalien und Spanien ist eine Impfung nicht nötig, auch nicht in Ungarn und Polen.
Das Risiko, sich mit Hepatitis B zu infizieren, ist von allen Mittelmeerländern in Ägypten am höchsten: Nach Zahlen der WHO liegt hier dir Prävalenz der HBsA~ Träger bei über 8 %. Zum Vergleich: Deutschland hat eine Prävalenz-Rate von 0,6 %. Zwischen 2 und 8 % liegt die Rate in Marokko, Tunesien, Griechenland, der Türkei, Süditalien sowie Rumänien und Bulgarien. Die Hepatitis B-Impfung ist demnach für alle Reisenden als sehr wichtig anzusehen.